IARA-Forschungskolloquium | 21.01.2026 | ONLINE-Dokumentation

IARA Allgemein FoKo
Kulturvermittlung | Digital | Mixed Reality Kultur-Technologie | Lebensqualität | 

Dokumentation

Aus der Ferne live beim Museumsbesuch dabei

Für alle, die der MINERWA-Projektvorstellung im IARA-Forschungskolloquium am 21.01.2026 gebannt gelauscht haben, scheint diese Möglichkeit schon zum Greifen nah. Was hier in MINERWA im Landesmuseum Kärnten und mit weiteren Projektpartner*innen entwickelt, getestet und evaluiert wird, geht weit über bisher bekanntes „Videostreaming“ hinaus. Hier treffen sich Technik und Sozialwissenschaft, um es künftig zu ermöglichen, aus der Ferne mit physischen Personen, die im Museum sind und eine Ausstellung besuchen oder eine Führung halten, gleichsam „mitzugehen“, ihrem Blick zu folgen und den Rundgang und die Exponate interaktiv mitzuerleben.

Wellbeing und kulturelle Teilhabe als zentrales Ziel

Bei ihrer Einführung in MINERWA haben Helmut Wöllik, Christoph Uran und Christine Dullnig-Pichler seitens der FH Kärnten (5G Playground, IARA) mehrfach betont, dass bei allen nötigen und passenden technischen Voraussetzungen das klare Ziel des Projektes darin besteht, das Wohlbefinden der Museumsbesucher*innen und Enduser*innen zu erforschen und zu verbessern sowie das Museum auch für Personen zugänglich zu machen, für die der Weg ins Museumsgebäude aus verschiedenen Gründen nicht möglich, beschwerlich oder nicht attraktiv ist. Das bedeutet, es geht um die Stärkung ortsunabhängiger, inklusiver Kulturvermittlung – immer mit dem Blick auf die Bedürfnisse aller beteiligten Personengruppen (User Centered Design Approach) – der Besucher*innen ebenso wie des Museumspersonals und der Kulturvermittler*innen vor Ort – und um die Analyse, wie die Technik das Wohlbefinden beeinflusst.

FoKo Minerwa

Was benötige ich für den Museumsbesuch von zu Hause?

Als Minimuimanforderung sind dafür nur ein Browser mit Internetzugang erforderlich, die Erlebnisqualität steigt jedoch mit zusätzlichen Komponenten wie großem Bildschirm, Virtual Reality-Brille und einer leistungsstarken Internetverbindung.

FFG – Fördergeberin

MINERWA wird von der Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Rahmen eines Programms für Breitbandforschung gefördert.

Technik und hohe Datenvolumen erfordern 5G

Damit ein Remote-Museumsbesuch möglich ist, bedarf es einer Vielzahl an technischen Komponenten und Lösungen rundherum, die in einer Art „Data Science Maschine“ zusammenlaufen.

FoKo Minerwa

Nicht nur werden eine große Menge an Daten verarbeitet und analysiert und Augmented-Reality-Brillen zum Einsatz kommen, es wurde insbesondere eine Lokalisierungstechnologie ausgewählt, die mittels kleiner mobiler Komponenten und Sensoren, die im Raum, an den Exponaten und den Besucher*innen oder Museumguides angebracht werden, mess- und sichtbar macht, wie sich eine Person im Museum bewegt, wohin sie wie lange und aus welcher Entfernung blickt.

Für die Funktionsfähigkeit aller Systeme und die Auswertung in „Echtzeit“ ist eine schnelle 5G-Übertragung essentiell. Damit diese auch dort mobil aufgebaut werden kann, wo es diese Technologie vor Ort noch nicht gibt, wurde als technisches „Herzstück“ ein „Fixed Wireless Access“ mit spezieller Hardware und dazugehöriger performance-optimierter Software entwickelt, der 5G-Rechenleistung temporär auch dort anbindet, wo sie fehlt.

Blick auf Datenschutz & Bedarfe der Nutzer*innen

Aufgrund der hohen Datenvolumina wird in MINERWA speziell auf den Datenschutz geachtet. Es werden Technologien angewandt, die keine kritischen, personenspezifischen Daten nach außen übermitteln und es wird auf klare Prozesse und Verantwortlichkeiten geachtet. Die technischen Messdaten werden durch parallele qualitative Befragungen erweitert und miteinander für die Wellbeing-Analyse (nach OECD-Wellbeing-Dimensionen) verbunden. Die Forscher*innen möchten herausfinden, wie die Technik angenommen wird, welche Teilbereiche wie wirklich verwendet werden – letztlich, welchen Mehrwert dieses Angebot für die Nutzer*innen bringt.

Mehr zu MINERWA FFG-Projektbeschreibung

Vom 5G Playground ins kärnten.museum

Erste vielversprechende Testläufe des Systems erfolgten durch die FH Kärnten im 5G Playground Carinthia. Im Frühjahr 2026 stehen Feldtests im Kärntner Landesmuseum in Klagenfurt vor der Tür – zunächst im Projektteam, dann mit Studierenden und älteren Personen als Zielgruppen – mit anschließender quantitativer und qualitativer Evaluierung. Das gemeinsam erarbeitete Evaluierungsdesign beinhaltet auch die Frage, wie das System nach Projektende eingesetzt werden kann, welche Fragen offen sind und welche zusätzlichen Forschungen notwendig sein werden.

Kontakt für Fragen zum Forschungskolloquium & MINERWA:

Das Alternsforschungszentrum IARA der FH Kärnten lädt Sie zum ersten Forschungskolloquium des Jahres 2026 ein. Wir stellen Ihnen das interdisziplinäre Projekt MINERWA vor, an dem an der FH Kärnten die Fakultät Engineering & IT sowie Gesundheit & Soziales und das IARA mitarbeiten. Entwickelt und getestet wird das „grenzenlose Museum der Zukunft“ in Form moderner, digitaler Kulturvermittlung mit Mixed Reality Kultur-Technologie und es wird erforscht, wie sich Kulturerlebnisse, ob real oder virtuell, auf die Lebensqualität und das soziale Wohlbefinden auswirken.    

Museum der Zukunft – grenzenlos & digital?

IARA-Forschungskolloquium

Wann | Mittwoch, 21.01.2026, 10-11 Uhr

Wo | Online über MS Teams

Anmeldung | Bis 20.01.2026, 12 Uhr
per Email an iara@nullfh-kaernten.at.

Angemeldete Teilnehmer*innen erhalten rechtzeitig vor dem Forschungskolloquium den Zugangslink zum digitalen Meeting-Room.

Einladung Forschungskolloquium 21012026
Einladung als PDF-Download

Das Forschungskolloquium dient der Präsentation und Diskussion von Forschungsergebnissen und Forschungsvorhaben sowie dem fachlichen Austausch.

PROGRAMM

10:00 | Begrüßung

10:05 | Vortrag
MINERWA – Einsatz von Gigabit- und Lokalisierungstechnologien in der Kulturvermittlung

Helmut Wöllik, Christoph Uran 

10:25 | Vortrag
MINERWA – User Centered Design und Wellbeing-Analyse in der Kulturvermittlung

Christine Dullnig-Pichler 

10:45 | Diskussion und Austausch
10:55 | Resümee und Abschluss

Moderation: Manuela Perchtaler

Das IARA-Team freut sich auf Ihre Teilnahme!

Wenn Sie Einladungen zu IARA-Veranstaltungen gerne per Email direkt erhalten möchten, tragen Sie sich bitte in unseren Verteiler ein.
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